One-Night-Stands, Affären, Freundschaften, die auf Sex basieren oder selbigen zumindest beinhalten – sie alle lassen sich unter dem Begriff „sexuelle Kurzbeziehungen ohne Verpflichtungen“ zusammenfassen. Sexuelle Kurzbeziehungen ohne Verpflichtungenspielen spielen heutzutage mehr als jemals zuvor sowohl im Alltagsleben junger Erwachsener, als auch in Filmen und Fernsehsendungen eine große Rolle. Wissenschaftler behaupten, anhand zweier aktueller Studien, dass solche Kurzbeziehungen immer öfter einen problematischen Ausgang nehmen – nämlich dann, wenn einer der Partner Gefühle entwickelt.

Laut der Studien werden die rein sexuellen Beziehungen mit einem Freund von vielen zunächst als positiv bewertet, bevor sich schließlich herausstellt, dass eben doch die Suche nach etwas anderem dahintersteckt.

In einer ersten Studie wurden insgesamt 14.000 Teilnehmer im Alter zwischen 18 bis 27 Jahren befragt. Dabei gaben zwei Drittel der Teilnehmer an, schon einmal eine Kurzbeziehung geführt zu haben, was in verschiedenen Altersgruppen und Kulturen so ziemlich alles bedeuten kann: Die Spannweite reicht von Küssen bis hin zum Sex mit einem Unbekannten. Ungefähr ein Drittel der Studienteilnehmer bestätigten, dass sie mit ihrer Zufallsbekanntschaft auch Geschlechtsverkehr hatten.

Im Laufe einer zweiten Studie wurden ca. 120 Studenten befragt. Dabei standen neben One-Night-Stands auch die Dauer von und die Wünsche an Kurzbeziehungen im Mittelpunkt des Interesses. Zwei Drittel der Befragten gaben zu, während einer Kurzbeziehung Gefühle entwickelt zu haben, während der Partner eine Freundschaftsbeziehung bevorzugte, in der Sex eher eine Nebenrolle spielte. Dies führte meistens zum Ende der Kurzbeziehung.

Zwar scheint die Vorstellung einer rein sexuellen Beziehung mit einem Freund auf den ersten Blick einfach und unkompliziert, da keine Verpflichtungen bestehen, doch wie auch die Studien zeigen, sieht die Realität meistens anders aus. Eine Beziehung ohne Gefühle dauerhaft zu genießen, scheint ebenso unwahrscheinlich wie das Aufkommen von Gefühlen zu verhindern. Dennoch waren viele der befragten Studenten der Ansicht, dass „richtige Beziehungen“ viel mehr Zeit und Aufwand in Anspruch nehmen, als sie es sich in ihrer aktuellen Lebensphase wünschen würden. Die meisten, etwa 90 Prozent der Befragten, wünschen sich trotzdem in Zukunft eine Beziehung von längerer Dauer und formulierten außerdem ihre Heirats- und Kinderwünsche.

So lässt sich festhalten, dass sich Kurzbeziehungen mit einem Freund in Hinblick auf die eigenen Wünsche und Vorstellungen für Klarheit sorgen kann, da die Vorstellung sich an jemanden zu binden mit Erfahrungen unterfüttert werden. Dabei sollte doch aber auch nie außer Acht gelassen werden, dass in der Regel einer der Beteiligten am Ende aufgrund enttäuschter Liebe leiden wird. Ob sich der kurze Spaß für den anschließenden Schmerz lohnt, sollte jedoch jeder selbst entscheiden.

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